Für mehr Schülerinnen im WRO-Wettbewerb

Schülerinnen beim Robotik-Projekt Future Innovatorin

FUTURE INNOVATORIN ist ein langfristiges Förderprogramm, das gezielt Schülerinnen für Technik begeistert. Es unterstützt sie bei der Teilnahme am Wettbewerb von Future Innovators und stärkt dabei Kreativität, Selbstvertrauen und Teamarbeit. Das Interesse an MINT-Berufen wird ebenso gefördert. Unser Verein setzt dieses Programm bis 2029 um.

FUTURE INNOVATORIN ist ein Programm für Schülerinnen von 12 bis 17 Jahren. Es begleitet sie über die Dauer eines Schuljahres und beinhaltet:

  • eine Präsenzveranstaltung
  • ein Mentorinnenprogramm
  • ergänzende Lehrmaterialien

Den Teams und den Schulen wird:

  • ein kostenloses Roboterset zugesendet
  • 50 % der Teilnahmegebühr am Wettbewerb Future Innovators erlassen

Das Programm richtet sich an Schulen, Maker Spaces, Schülerforschungszentren und ähnliche Einrichtungen in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Die Bewerbungsfrist ist dieses Jahr der 1. Juli 2026.

Ablauf FUTURE INNOVATORIN Schuljahr 2026/27

Ablauf FUTURE INNOVATORIN im Schuljahr 2026/27

Der Future Innovators-Wettbewerb der World Robot Olympiad (WRO) ist eine kreative, nachhaltigkeitsorientierte Kategorie, in der Teams gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen identifizieren und mithilfe von Robotik konkrete Lösungen entwickeln.

Um Schülerinnen gezielt auf eine erfolgreiche Teilnahme an diesem Wettbewerb vorzubereiten, bietet FUTURE INNOVATORIN eine Begleitung über ein ganzes Schuljahr an. Den Anfang macht eine Auftaktveranstaltung im Herbst. Die Teilnehmenden erhalten dort eine inhaltliche Einführung und lernen Mentorinnen aus der aktiven Berufswelt kennen. Diese Mentorinnen begleiten die Schülerinnen anschließend online bis zur Teilnahme am Wettbewerb im Mai, also gegen Ende des Schuljahres.

Das Förderprogramm ist eine intensive Begleitung speziell für Schülerinnen, damit diese die kreative und nachhaltige Dimension von Robotik entdecken können. FUTURE INNOVATORIN ist eine Vorbereitung auf den Wettbewerb, aber kein Wettbewerb selbst.

In der WRO-Kategorie „Future Innovators“ entwickeln Teams einen Roboter oder ein Robotermodell, welches zur Lösung von Problemen in der realen Welt beiträgt. Jedes Jahr gibt es ein neues Thema, oft in Verbindung mit den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung.

Nach einer Recherche zum Thema entwickelt jedes Team eine innovative und funktionierende Roboterlösung. Zum Bau, der Programmierung und Steuerung dürfen alle (Roboter-)Materialien auf kreativer Art und Weise verwendet werden. Am Tag des Wettbewerbs präsentieren die Teams ihre Projekte vor einer Jury.

Weitere Bestandteile und Besonderheiten zu dieser Kategorie liefert euch diese Info-Seite und dieser Erklärfilm:

Die Schulen und Einrichtungen erhalten:

  • ein kostenloses Roboterset pro Team der Marke Elefreaks (Inhalt siehe Info-PDF, es gibt außerdem Online-Einführungskurse über die WRO Learn Lernplattform der WRO hierzu)
  • Teilnahme an der Auftaktveranstaltung „Meet & Make“, inklusive Verpflegung und nach Bedarf eine Übernachtung
  • die Begleitung durch eine Mentorin
  • spezielle Lehrmaterialien
  • 50 % Erlass für die Teilnahmegebühr am Wettbewerb der WRO 2027

Wenn sich mehrere Teams einer Einrichtung anmelden, fördern wir maximal zwei Teams pro Schule. Fahrkosten werden leider nicht übernommen.

Wir wünschen uns Verbindlichkeit, regelmäßige Mitarbeit und die aktive Teilnahme an den gemeinsamen Veranstaltungen.

Konkret bedeutet das:

  • Teilnahme an der Auftaktveranstaltung Meet & Make, Herbst 2026
  • Anmeldung zum WRO-Wettbewerb Future Innovators 2027 (Anmeldung möglich ab November 2026)
  • Regelmäßige Projektarbeit und Online-Treffen mit der Mentorin während des Schuljahres
  • Teilnahme am Regionalwettbewerb, Mai 2027
  • Teilnahme an der Projektevaluation durch Fragebögen am Anfang und Ende

Bewerben können sich 2er- oder 3er-Teams von Schülerinnen aus Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen über eine volljährige Person, z. B. eine Lehrkraft oder eine andere verantwortliche Person. Ein Team kann aus zwei oder drei Schülerinnen bestehen. Die Teilnahmeplätze sind begrenzt. Schulen erhalten zeitnah nach ihrer Bewerbung eine Rückmeldung.

Die Auftaktveranstaltungen Meet & Make finden jeweils in Dortmund, Bonn, Böblingen und Waldkirch (bei Freiburg) statt. Wir können Schulen aus umliegenden Bundesländern berücksichtigen, wenn noch Plätze frei sind. Wichtig: Fahrtkosten können nicht übernommen werden, aber bei Bedarf eine Übernachtung.

Nein, denn die Teams arbeiten inhaltlich unabhängig von Lehrkräften oder anderen Erwachsenen. Sie benötigen jedoch eine volljährige Person, die sie bei der Organisation unterstützt, beispielsweise bei der Planung regelmäßiger Treffen in der Schule, von Fahrten zur Auftaktveranstaltung oder der Teilnahme an Wettbewerben. Wichtiger als eigene Kenntnisse in Robotik ist eine Person, die bereits ein Vertrauensverhältnis zu den Jugendlichen hat oder dieses leicht aufbauen kann.

Technik ist keine Frage der Begabung – sondern der Begeisterung. Studien zeigen eindeutig: Mädchen verfügen über mindestens die gleichen Kompetenzen in MINT-Fächern wie Jungen. Trotzdem sind sie weiterhin deutlich unterrepräsentiert – 2025 lag ihr Anteil bei nur 13 % in MINT-Ausbildungsberufen und 33 % in MINT-Studiengängen.

Was hält Mädchen zurück?

Nicht fehlendes Talent, sondern fehlende Ermutigung. Schülerinnen unterschätzen ihre technischen Fähigkeiten häufiger als ihre männlichen Mitschüler. Sie wachsen mit dem Bewusstsein auf, dass Fehler in technischen Bereichen schnell ein Klischee bedienen – „Frauen und Technik eben“. Dieser Druck führt zu Verkrampfung statt zu dem entspannten Ausprobieren, aus dem echtes Lernen entsteht.

Hinzu kommt: Viele Mädchen fühlen sich von technischen Themen nicht angesprochen, weil diese als „männlich“ präsentiert werden. Das Interesse an Innovationen und Lösungen ist da – es fehlt oft nur der Zugang.

Ihre Ermutigung macht einen Unterschied. Wenn Sie Schülerinnen gezielt ansprechen, ihnen etwas zutrauen und zeigen, dass MINT ein Arbeitsfeld ist, das Frauen selbstverständlich mitgestalten, durchbrechen Sie einen Kreislauf aus Selbstzweifeln und Stereotypen.

Mädchen brauchen keine Sonderbehandlung – sie brauchen die gleiche Selbstverständlichkeit, mit der Jungen in technische Themen hineinwachsen.

Projektstandorte

Das Projekt findet an vier Standorten in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen statt — wählt eure Region für mehr Informationen.

Malu Schweitzer

Projektleiterin Future Innovatorin

Wir bedanken uns recht herzlich bei unseren Stiftungen, die das Projekt Future Innovatorin möglich machen:

Robotik-Partner

Unser Verein wird von vielen Partnerinnen und Partnern aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik unterstützt.
Informiere dich über alle Netzwerkpartner und über Möglichkeiten, uns zu unterstützen.